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Konzept

An den Primarschulen werden in der Regel drei Lektionen Sport und Bewegung unterrichtet, wobei sich diese aus einer Einzel- und einer Doppellektion zusammen setzen. Organisatorisch gilt es nun aus einer bisherigen Doppelstunde zwei Einzelstunden zu machen und zusätzlich zwei weitere Sportlektionen in den Stundenplan einzufügen, um dem Ziel gerecht zu werden.


Die koordinative Zusatzstunde

Diese Stunde wird von einer ausgebildeten Sportlehrperson geleitet. Das Ziel dieser Stunde ist es, bewusst die koordinativen Fähigkeiten der Kinder zu fördern. In der Projektvorlage befindet sich eine Beilage für die sportunterrichtende Lehrperson, in welcher mögliche Stoffpläne, eine Ideensammlung, Literaturhinweise u.a. als Hilfe abgelegt sind.

Die koordinativen Fähigkeiten finden in jeder sportlichen Betätigung in verschiedenen Kombinationen ihren Ausdruck. Sie sind wie die Grundpfeiler jeglicher Bewegung. Aus diesen Fähigkeiten entstehen bewegungsspezifische Fertigkeiten, welche durch Üben und Wiederholen gefestigt werden und so zu unzählig gespeicherten Bewegungsmustern führen, welche auch im Alltag immer wieder abgerufen werden. Das optimale Lernalter dafür ist, wie es die Grafik aufzeigt, das Primarschulalter (ca. 6 - 12 Jahre).

Grafik-KF-4.gif


Die Sportstunde im Freien

Diese Stunde wurde bei der Projekteinführung ebenfalls von einer projektbegleitenden Sportlehrkraft geleitet. Seit dem SJ 2006/07 wird diese Lektion von den Primarlehrkräften durchgeführt, nachdem sie eine Weiterbildung zur Lektion Sport im Freien erhalten haben. In dieser Stunde geht es darum, sich ausserhalb der Turnhalle zu bewegen. Dabei wird u.a. ein fächerübergreifender Unterricht mit den Themen des Regelunterrichts wenn immer möglich angestrebt. Das primäre Ziel der Bewegung muss jedoch gewährleistet sein.

Die Sportstunde im Freien dient jedoch auch dazu, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten auszunutzen, welche in der Turnhalle nicht möglich sind. Daher sollen andere Bewegungsmöglichkeiten im Freien wie z.B. Klettern, OL, Inline-Skating, Schlittschuhlaufen, Radfahren, Spazieren usw. in Betracht gezogen werden. Dies muss situativ auf das entsprechende Schulhaus angepasst werden.

Die Sportstunde im Freien dient zudem der Sinnesschulung: Tasten, sich orientieren, balancieren, riechen u.v.m. Die Kinder sind dabei in der Natur (Wald, Wiese, Bach, See usw.). Sie lernen sich in ihr zu bewegen.


Die traditionellen Sportstunden

Die Themen dieser drei Stunden stützen sich weiterhin auf den kantonalen Lehrplan (im Kanton Luzern "Orientierungshilfe"). Es erscheint uns wichtig, dass diese Stunden der Klassenlehrperson vorbehalten sind, denn in der Sportstunde lernt die Lehrperson seine Schüler/innen bezüglich ihrem Sozialverhalten am Besten kennen.